Kanaltechnik OWL













Samstag, 23.06.2018 


 
Forschung und Entwicklung
Forschung und Entwicklung

Aus einer Idee, ein innovatives Hightech-Produkt.

Vor einigen Jahren hatten wir den Auftrag übernommen, in einem Wohngebiet, für einen öffentlichen Auftraggeber die Hausanschlussleitungen zu inspizieren, um Rückschlusse auf den Gesamtzustand der Schmutzwasserhausanschlussleitungen des Netzbetreibers ziehen zu können. Im Rahmen dieser Untersuchungen wurden von uns auch die zur Zeit auf dem Markt befindlichen Inspektionsgeräte getestet. Nach der Auswertung kamen wir zu dem Ergebnis, dass eine kameraoptische Inspektion zwar möglich war, jedoch zum Teil mit überaus schlechtem Bildmaterial, so dass eine nach dem Stand der Technik sinnvolle Schadensanalyse nicht immer möglich war. Dies war Anlass genug für uns, sich auch mal Gedanken über das technische Equipment in der Kanalinspektion zu machen. Aus dieser Idee entstanden erste Zeichnungen, aus den Zeichnungen reiften Pläne, und aus den Plänen wurden Patente und Schutzrechte.

Anfang dieses Jahres konnten wir zusammen mit einem starken Team, aus Professoren einer Hochschule, Experten aus dem Abwasserbereich und innovativen Konstrukteuren aus dem Maschinenbau, ein durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördertes Forschungsprojekt, ins Leben rufen.

Mittlerweile sind wir Mitten in der Entwicklung einer neue Generation von Kanalinspektionsgeräten mit innovativer und einzigartiger Mess- und Inspektionstechnik, die es uns erlaubt effizienter und wirtschaftlicher für den Verbraucher zu arbeiten.



Besuchen Sie uns auf der Ro-Ka-Tech in Kassel vom 24.03.2011 - 26.03.2011





Foto IFATVorstellung eines Hausanschlussuntersuchungssystems auf der IFAT ENTSORGA 2010
von Markus Gieske

Die Ableitung von häuslichen und gewerblichen Abwässern in Grundstücksentwässerungsleitungen stellt bei auftretenden Undichtigkeiten eine Gefährdung des Bodens und des Grundwassers dar. Die Ableitung von Infiltrationen in undichten Kanälen (so genanntes Fremdwasser) hat des Weiteren einen großen Einfluss auf die in Klärwerken ablaufenden Prozesse der Abwasserreinigung.

Durch den Gesetzgeber werden deshalb im Landeswassergesetz NRW (LWG NRW) Sorgfaltspflichten zur Ableitung von Abwässern in abwassertechnischen Anlagen vorgegeben. Gemäß § 61a LWG müssen bis spätestens zum 31. Dezember 2015 alle Grundstückseigentümer eine Überprüfung der Grundstücksentwässerung vornehmen. Diese wird gem. DIN 1986-30 als optische Zustandserfassung und Dichtheitskontrolle mit Wasser oder Luft definiert.
Setzt man voraus, dass die Forderungen fristgemäß umgesetzt werden, so sind nach Schätzungen allein in Nordrhein-Westfalen ca. 200.000 km private Hausanschlussleitungen sowie gewerbliche Entwässerungssysteme auf ihre Dichtheit zu überprüfen.

Eine Voraussetzung für die fristgemäße Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben ist die breite Verfügbarkeit geeigneter Untersuchungstechniken. Im Rahmen eines durch Mittel des Förderprogramms „Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) unterstützten Projektes entwickelt die Fachhochschule Münster gemeinsam mit dem INFA-ISFM e.V., der Fa. Kahmann, Steinhagen, und der Fa. OWL-Kanaltechnik, Bielefeld, ein Hausanschlussuntersuchungssystem (H.A.U.S.). Das Untersuchungssystem stellt eine Kombination aus einer zentrierten optischen Zustandserfassung und einem Absperrsystem zur automatisierten Prüfung der Dichtigkeit innerhalb der Grundstücksentwässerung dar und soll bis Ende 2011 bis zur Marktreife entwickelt werden.

1 Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Fristverlängerung bis 2023 möglich.

H.A.U.S.Systemmuster H.A.U.S.
Durch die robuste und kompakte Ausführung des Systems wird die Anschaffung und Nutzung nicht nur für anerkannte Inspektionsfirmen interessant, sondern in Verbindung mit der einfachen Handhabung auch Installationsfirmen die Möglichkeit bieten, in einem neuen Tätigkeitsfeld verstärkt aktiv zu werden und auch Dichtheitskontrollen ausführen zu können.

Die IFAT ENTSORGA 2010 wurde im Rahmen der FuE-Arbeiten als Plattform genutzt, um das Untersuchungssystem erstmals einem breiten Fachpublikum vorstellen zu können.

IFAT Stand 2010
In intensiven Gesprächen mit potenziellen Kunden konnte bereits im aktuellen Entwicklungsstadium großes Interesse an den vorgestellten technischen Neuerungen sowohl bei Kommunen als auch bei privaten Unternehmen geweckt werden.